Kennen Sie das auch? Sie begegnen einem Menschen das aller erste Mal, das wissen Sie genau  und doch haben Sie ein ganz starkes Gefühl, diesen Menschen zu kennen. Es ist als ob Sie sich nach ein paar Jahren wieder begegnen oder „halt“ sind es vielleicht sogar ein paar Leben her?

Der physische Körper ist ein Wunderwerk der Schöpfung Gottes, wie ich finde. Bei schon nur der geringsten Abweichung körperlicher Funktionen, wie z.B. einer Erkältung, werden sofort die eigenen Selbstheilungskräfte aktiv, um das innere Gleichgewicht wieder herzustellen. So ist es aber nicht nur im physischen Körper zu beobachten, sondern auch auf der Gefühlsebene z.B. Jede Zelle hat ein eigenes Gedächtnis, so heißt es und kann „Erlebtes“ speichern. Und wenn sich dann zwei „gute Bekannte“ wieder treffen, erinnert sich ihr Unterbewusstsein bzw. erinnert sich die Seele an frühere Begegnungen. Die Reaktion kann mehr oder weniger bewusst verlaufen und oft sagt das mit der Begegnung einhergehende Gefühl etwas darüber aus, ob man sich eher wohlgesonnen war oder eben nicht.

Als Beispiel: Ein Mensch erlebt einen Auffahrunfall und erleidet ein Schleudertrauma. Die anschließende Therapie dauert einige Wochen, bis die lokalen Strukturen an Hals/Nacken wieder stabilisiert sind. Sie können nun ihre Haltefunktion wieder selbst übernehmen und die Halskrause kann abgelegt werden. Der Betreffende kann nun sogar wieder seinem Hobby als Basketballspieler nachgehen.
Allerdings beobachtet er noch nach Monaten, dass ihn ein seltsames Unbehagen überkommt, sobald er wieder ins Auto steigt.
Nicht nur die bewusste Erinnerung an den Vorfall lassen den Betreffenden zurückschrecken, sondern auch die damit einhergegangen Schmerzen, die sich aus dem Unterbewusstsein melden.

Dies ist kein seltenes Phänomen und lässt sich dadurch erklären, dass die Vorgänge dieses Ereignisses als Erinnerungen ebenso in manchen Zellen abgespeichert sind.
Rein logisch betrachtet erscheint es durchaus auch möglich zu sein, dass sich die Ereignisse aus früheren Leben ebenso abrufen lassen, so man an die Reinkarnation glauben kann.
Natürlich ist es aber auch der Geist selber, der sich zurückerinnern kann, was von Menschen schon mehrfach berichtet wurde, die ein Déjà-vu dieser Art erlebt haben. (Wobei dies keine Interpretation der Bedeutung des Erscheinens von Déjà-vu`s beschreibt)

Vor ein paar Wochen besuchte ein junger Mann Mitte 20 einen meiner Meditationsabende. Das Thema an diesem Abend lautete: „Die Türen zu Deinem verborgenen Wissen öffnen“.
Hierbei handelt es sich nicht nur um das Erlernte aus früherer Zeit, es kann sich auch um reale Begebenheiten handeln, die in der Vergangenheit als z.B. leidvoll erlebt wurden, wie im Fall des jungen Mannes, nennen wir ihn mal Sascha.

Wie üblich führe ich die Teilnehmer der Meditationsgruppe laut sprechend und stelle während dieser Zeit immer einige Minuten der Stille zur Verfügung, um dem Einzelnen zur individuellen Erkenntnisfindung Raum zu ermöglichen. ( in einem meiner nächsten Blogbeiträgen gehe ich auf die Führung der Meditationen in meiner Praxis näher ein)

Sascha war nach dieser Meditation emotional sehr erregt, fast ängstlich und es dauerte einige Zeit und Worte des Ausgleichs, bis er sich wieder beruhigen konnte.
Zwei Tage später meldete er sich wieder und erzählte dass er sich immer noch aufgewühlt fühlt. Er sei für ein paar Tage zu Besuch bei seiner Mutter und seinen Geschwistern und wolle doch die seltene Gelegenheit dort sein zu können gerne genießen, was ihm allerdings gar nicht gelingen will. Im Gegenteil fühle er sich gefühlsmäßig nun eher einige Jahre zurückversetzt, nämlich in die Zeit, als er von zu Hause wegging, weil er die Atmosphäre damals dort nicht mehr gut aushalten konnte. Sascha wohnt seither 700 km von seinem Elternhaus entfernt.
Es gibt aber keinen plausiblen Grund für sein Empfinden in der Gegenwart, alles sei wie die Jahre zuvor ganz harmonisch zu Hause.

Wir verabredeten uns noch am selben Abend um heraus zu finden, womit sein Empfinden zusammenhängt. In einem ausführlichen Vorgespräch haben wir gemeinsam die Vorgehensweise besprochen.
Sascha machte es sich auf der Liege bequem und ich ging mit ihm körperlich in Kontakt, indem ich mich hinter ihn setzte und meine Hände auf seine Schultern legte.

Wie bei jeder meiner energetischen Sitzungen bitte ich immer gemäß dem Seelenplan des Hilfesuchenden um sein höchstes Wohl, das aller Beteiligten und des Großen und Ganzen, um vollkommen, göttliche Ordnung, Schutz und Führung.
Zunächst initiiere ich eine Verbindung zwischen unserer beider Seelenengel/ Höheres Selbst und optimiere die Erdung. Danach führe ich eine feinstoffliche Reinigung, den Ausgleich und die Energetisierung auf allen Ebenen an.
Auf diese Weise erreicht sowohl der Hilfesuchende, als auch ich selber eine höher schwingende  Frequenz-Ebene, die es ermöglicht alle Ebenen und sämtliche Facetten der mentalen Ebene miteinander zu verbinden, (fern des irdischen Verstandes) um aus der harmonischen Einheit des gesamten Wesen und SEINs wirken zu können.

Somit gelang es Sascha mit seinem Gewahr sein sowohl über die göttliche Ebene in Klarheit verbunden, als auch im Hier und Jetzt präsent zu sein.

Dies ist eine wichtige Voraussetzung für den Hilfesuchenden, um während der Sitzung mit mir in Interaktion treten zu können.
Ich persönlich bevorzuge diese Grundhaltung, sodass Jede/r in jedem Augenblick für sich selber bewusst entscheiden und erkennen kann. Dies wiederrum hat außerdem den Vorteil das Wieder-Erlangte auf der irdischen Ebene ins Leben leichter integrieren zu können, weil es eben bewusst wurde.
Was dazu hilfreich ist erkläre ich jeweils im Abschlussgespräch und begleite auch im Nachhinein Jede/r solange wie es wichtig ist.

Nun beginnt der zweite Teil der Sitzung und auch dazu liegt Sascha immer noch auf der Liege und ich sitze hinter ihm, meine Hände auf seinen Schultern.
Ich bat ihn, sein Empfinden worum er gekommen sei, dessen Zusammenhänge und Ursache er ergründen will, aufzuspüren: „Gehe bitte so gut Du kannst in das Gefühl, spüre es möglichst ganz!“
Sofort war Sascha gefühlsmäßig wieder in der Angst, wie er sein Empfinden nach der Meditation an jenem Abend beschrieben hat.
Sogleich musste ich ihn erst einmal beruhigen, indem ich ihm versicherte, dass sich alles in vollkommener göttlicher Ordnung befindet und er vollkommen beschützt sei. Mit Unterstützung der Atmung und bestärkenden Worten ging ich solange auf ihn ein, bis er allmählich wieder ruhiger wurde.
Unmittelbar fand Sascha sich auf dem Marktplatz einer Kleinstadt im Mittelalter wieder. Bis dato war nicht klar, dass es sich bei dieser Sitzung mit ihm, um eine Rückführung handeln würde. Er sah sich als ein junger Mann etwa im gleichen Alter wie jetzt, der mit seiner Mutter alleine lebte und einen eigenen Hof bewirtschaftete. Seine Mutter baute auf diesem Hof u.a. Kräuter an, die sie zu Heilzwecken verwendete. Die Szene, die sich ihm bot, zeigte wie seine Mutter gefesselt zu einem Scheiterhaufen geführt wurde, um dort für ihr „Vergehen“ durch Verbrennung bestraft zu werden. Er selbst hatte keinerlei Möglichkeit seiner Mutter zu helfen, um sie von diesem schrecklichen Tod zu bewahren, da er sich selber in Gefahr befand, ebenso verhaftet und getötet zu werden. Wem würde das nutzen? Er hatte keine Wahl, er musste versuchen unentdeckt zu bleiben, in einen braunen Umhang gehüllt.

Um seine panische Angst, die er um seine Mutter hatte und seine Verzweiflung über die aussichtslose Lage von damals zu verwandeln, forderte ich ihn auf, Blickkontakt zu seiner Mutter aufzunehmen. „Schau in ihre Augen und verstehe, was sie Dir sagen möchte.“ Zurückversetzt in dieses Schauspiel sah Sascha seiner Mutter in die Augen: „ Bleib in Deckung, mein geliebter Sohn!! Wisse, dass ich Dich von ganzem Herzen liebe und dass uns in Wirklichkeit nichts voneinander trennen kann. Du wirst immer in meinem Herzen sein und auf diese Weise bin ich immer bei Dir und wir sind und bleiben untrennbar miteinander verbunden.“ Sascha verstand die telepathische Botschaft seiner Mutter, er weinte hier und heute und wurde dabei immer ruhiger. Er konnte auf diese Weise seinen emotionalen Schmerz nachträglich lösen und seine ungeweinten Tränen der Trauer und des Abschieds fließen lassen. Mit Hilfe der zuständigen Erzengel, die ich für Sascha um Unterstützung bat, konnte eine Auflösung der emotionalen Schmerzen, aller dazugehörenden Energien auf allen Ebenen, auch die der Vergebung und schließlich auch der Schuldgefühle, die er sich selber auferlegt hatte (hätte ich doch…) geschehen. Er ist nun frei davon.

Die Führung aus dem anderen Leben ging für Sascha noch weiter. Darauf möchte ich an dieser Stelle nur sehr verkürzt eingehen.
Es zeigte sich noch auf, dass er verdeckt seine Heimat verlassen und seinen Hof zurücklassen musste. Er zog mehrere Jahre allein durch die Wälder, bis er sich wieder sicherer fühlte, allmählich wieder Vertrauen in andere Menschen fassen konnte und schließlich ein friedliches Leben führte. Auch die damit verbundenen Energien hinderlicher Art konnten wir mit Hilfe der Erzengel korrigieren.
Am Ende der Sitzung und wieder ganz im Hier und Jetzt vollendete ich diese Sitzung mit den wichtigen Abschlüssen und konnte Sascha zum besseren Verständnis die Zusammenhänge in einem anschließenden Gespräch ausführen. Für Fragen, die sich in den nächsten Tagen und Wochen noch stellen sollten, blieben wir in Kontakt.

Aus dieser Begebenheit erklärte sich auch einer der Gründe, warum Sascha vor Jahren sehr jung ( 16 J.) sein zu Hause verlassen hat, nämlich als seine Mutter anfing, sich der Spiritualität zu öffnen. Heute hat sie  ihr Wissen und Wirken vertieft, aber auch Sascha hat unabhängig von ihr seinen eigenen Zugang zur Spiritualität gefunden. Das ermöglichte es ihm, sich denen aus der Vergangenheit unbehaglichen Gefühlen/Atmosphäre von zu Hause zu stellen, die ihm ja nun schon zweimal in seinem Leben in Verbindung mit seiner Mutter in diesem Leben präsentiert wurden.

Anmerkung:

Aus meiner Erfahrung ergibt sich diese Art von Reise wie von selbst. Möchte Jemand willentlich in ein anderes Leben geführt werden, gebe ich zu bedenken, dass sehr oft der Verstand eine gewisse Neugier vortäuschen kann und diese „Einsicht“ dann gar nicht dran ist. Was bedeutet, dass (wie in diesem Fall beschrieben ) eine Rückführung dienlicher ist, wenn die Zeit dazu reif ist, es sich von selbst ergibt und somit alle nötigen Komponenten übereinstimmen.
Dies ist eine von vielen Möglichkeiten hinderliche Zustände im Leben, wie z.B. Unzufriedenheit oder Lethargie (um nur einige zu nennen) im wahrsten Sinne aufzulösen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und herzlichte Grüße

Lydia Schöpf

 

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