Red heart in a heart shaped cage

Meinem Glauben nach, erwählt sich bereits die Seele vor der Zeugung Ihren Weg, sie sucht sich ihre Eltern aus, Ort, Land, Umstände u.s.w. um bestimmte Lernerfahrungen machen zu können. Kurz um, die Seele erkennt die Bedingungen an, denen sie im irdischen Leben unterliegt, ja sie freut sich sogar an diesem abenteuerlichen Spiel teilzunehmen.Sie denken sich jetzt vielleicht: Na ja, da wird sie sicher noch eines Besseren belehrt, denn so lustig, wie sich das zunächst anhört, ist es wohl nicht immer im Leben.

Ja und Nein!!

Von der lichtvollen, geistigen Ebene aus gesehen, auf der es keine Dualität gibt, geht die Seele zunächst von ihrem bekannten SEIN aus, nämlich bei allem was sie umgibt in Freude und Glück zu verweilen.
Neue und andere Erlebnisse zu gewinnen ist ihre Motivation sich in einem physischen Körper auf die Erde zu inkarnieren, um die Gesetzmäßigkeit der Dualität kennen zu lernen.
Das Ziel dabei ist es, sich die Freude und das Glück zu bewahren in allem was sie erlebt.
Das erklärt auch, dass Jede/r das Geburtsrecht inne hat „glücklich zu sein“!!

Dieses Ziel kann allerdings nur gelingen, wenn sie sich ihrer göttlichen Heimat und diesen Gesetzmäßigkeiten bewusst ist. Durch das Passieren des „Schleier des Vergessens“ gerät dieses Wissen in Vergessenheit und im ungünstigsten Fall wiederholt sich diese Vergessenheit so oft, dass es sehr aufwendig werden kann, sich zu erinnern.
Insbesondere wenn die Seele bereits zum wiederholten Male auf die Erde kommt.

Die Herausforderung ist es nun, dass sich die Seele an dieses Wissen erinnert und es sich wieder vollkommen zu Nutze macht, sozusagen den Himmel auf die Erde holt.
Das bedeutet, dass die Seele mit ihrer göttlichen Heimat bewusst verbunden ist.

Der Weg der Seelenentwicklung bedeutet für mich, sich immer mehr an diese Naturgesetze zu erinnern, sich damit zu verbinden und sie ins irdische Leben zu integrieren!
Somit lösen sich die Dualitäten auf und es kann gelingen bedingungslos zu lieben und somit in der CHRISTUS-ENERGIE zu SEIN.

Die Seele ist das höchste SELBST

Nach meiner Erfahrung ist dies allerdings kein Spaziergang, sondern eher ein weiter Weg, der die Seele durch viele Inkarnationen vom Ursprung weggeführt hat und für dessen Hinwendung es ebenso wieder einige Inkarnationen braucht, um sich dessen vollständig bewusst zu bleiben.

Aus diesem Grunde lautet mein Motto: Auf dem Weg zu Dir SELBST

 Dabei ist es mir immer wieder hilfreich mich auf „die Kunst der kleinen Schritte“ auszurichten, wie es in dem Gebetstext von Antoine de Saint- Exupery zu verstehen ist.
(s. auf meiner Webseite: www.herzlicht7-freiburg.de unter dem Reiter Meine Philosophie)

Darüber hinaus empfinde ich es als sehr viel schonender für die/den Betreffende/n auf ein individuelles Maß der Schritte zu achten.
(s. hierzu auch den Ansatz von Marc Baco als Aufstellungsleiter unter: www.traumaschwelle.de)

Sie werden mir mehr oder weniger zustimmen, dass es eben nicht immer nur lustig ist, sein Leben auf Erden zu meistern. Die Herausforderungen sind oftmals ganz schön groß und eher schwierig zu bestehen. Manches mal gibt es durchaus sehr leidvolle Ereignisse, die durch Krankheit, Verlust bis hin zu traumatischen Erfahrungen das Leben beschatten.

In schwerwiegenden Fällen kann es sogar zu Abspaltungen von Seelenanteilen führen, besonders durch sich wiederholende Einwirkungen vorgeburtlich, unter der Geburt oder während der Kindheit, aber natürlich auch noch später.

Durch massive Belastungen, die der Mensch z.B. in Kriegssituationen ausgesetzt ist, kann es auch das Seelenanteil „Innerer Mann“ bzw. „Innere Frau“ betreffen.

Als Beispiel: Ein Jeder kennt die Reaktion eines Kindes, wenn es z. B. einem heftigen und lautstarken Streit zweier oder mehrerer Menschen beiwohnt und sich irgendwann die Ohren zuhält. Es fängt an sich zu fürchten.
Weil es sich nicht anders zu helfen weiß oder den Raum des Geschehens nicht verlassen kann, zieht es sich quasi innerlich zurück, um der unerträglichen Belastung auszuweichen.
Wirkt dieses Geschehen mehrere Male auf das Kind ein und wählt es immer wieder die gleiche Verhaltensweise, wiederholt sich der innerliche Rückzug bis es im ungünstigsten Falle zur Gewohnheit wird.
Wenn sich diese Einwirkung über einen längeren Zeitraum ausdehnt, möglicherweise über die gesamte Kindheit, spalten sich einer oder mehrere Teile des Seelenanteiles „Inneres Kind“ von der Gesamtpersönlichkeit förmlich ab.
Diese Anteile können so tief ins Unterbewusstsein rutschen, dass es sich eines Tages nur schwer oder gar nicht mehr an dieses schmerzliche, psychische Gefühl erinnert und auch nicht mehr an die Handlung. Schließlich war genau das gewollt, nämlich dem unerträglichen Gefühl der angstmachenden Situation auszuweichen.

Meiner eigenen Erfahrung nach beginnt eine Klärung mit der eigenen bewussten Entscheidung
„es genau wissen zu wollen“.

Im Sommer letzten Jahres kam eine Klientin zu mir und berichtete, wie unmöglich sie das Verhalten Ihres Partners empfindet, der die Partnerschaft zu ihr vor etwa 4 Monaten abrupt beendete.
Da sie um die Zusammenhänge vom eigenen Erleben und Ihrem Innenleben kennt, wie innen so außen, ist sie sich sicher, dass mit ihrem inneren Mann-Anteil etwas nicht stimmt. So drückte sie sich aus und das sie gerne herausfinden wolle, was das sein kann.

Wie ich üblicherweise den ersten Teil einer energetischen Sitzungen einleite, nach einem ausführlichen Vorgespräch, beschreibe ich bereits in meinem Beitrag: Rückführung durch ein anderes Leben.

Nun beginnt der zweite Teil der Sitzung und auch dazu liegt die Klientin immer noch auf der Liege und ich sitze hinter ihr, meine Hände auf ihren Schultern.
Ich bat sie, ihre Aufmerksamkeit auf ihr Anliegen worum sie gekommen sei, dessen Zusammenhänge und Ursache sie ergründen will, zu lenken und sich dabei auf ihren inneren Mann zu konzentrieren.
Sie fing an zu frieren, (wir hatten zu der Zeit Hochsommer) Ich gab ihr eine zusätzliche Decke und ging mit beruhigenden Worten und mit gezielten Atemübungen solange auf sie ein, bis es ihr allmählich wieder wärmer wurde.

„ Magst Du Deinen inneren Mann fragen, wie es ihm geht und auch, was er braucht?“ Sie tat es.
„ Er sagt, das Wasser ist so kalt und ich kann hier nicht raus.“ War die Antwort meiner Klientin.
„ Frag ihn mal, wo er sich befindet?“ bot ich ihr weiterhin an. Das Gespräch wurde auf diese Weise fortgeführt. Zwischendurch stellte ich immer wieder die Erdung für die Klientin sicher.

Bis dato war nicht klar, dass es sich bei dieser Sitzung mit ihr, um eine Rückholung eines Seelenanteiles handeln würde.

Sie sah sich selber aus der sogenannten Vogelperspektive in einem Meer, dass ihr bis zum Bauch reichte. Vor ihr eine Felshöhlung von der sie sich rückwärts wegbewegte.  Sie hatte ihre rechte Hand ausgestreckt auf dem Wasser liegen. Auf ihrer Hand lag regungslos ein Mann, der in naturfarbenen Bändern aus Stoff eingewickelt war, nur das Gesicht war frei. Er war sehr erschöpft und gleichzeitig erleichtert, gerettet zu werden und diesen Ort verlassen zu können.
Auf beiden Seiten befanden sich in die Felsen eingelassene Käfige, die quadratische Öffnungen von 20 auf 20 cm hatten. Die Gitter waren ebenso mit naturfarbenem Stoff umwickelt.
Aus ihnen griffen hilfesuchend zahlreiche Männerarme heraus, die alle gleich aussahen, nur die Gesichter waren verschieden.

Ganz behutsam zog sie den auf ihrer rechten Hand ruhenden Mann heraus bis beide auf das offene Meer kamen. Als bald schien die Sonne, das Wasser wurde wärmer, aber auch tiefer.

So wie ich beruhigend und erklärend meiner Klientin zusprach, redete sie selber mit Ihrem Mann. Sie erklärte ihm, dass er jetzt sicher sei, dass er nicht mehr alleine sei und dass sie ihm so lange helfen würde, bis er in der Lage sei selber zu schwimmen. Als er soweit war ermunterte sie ihn sich doch nun auf den Bauch zu drehen und zu schwimmen. Sie versicherte ihm direkt neben ihm zu bleiben. Ganz allmählich gelang es ihm sich dem tragenden Wasser anzuvertrauen. Mit jedem Schwimmzug lösten sich nach und nach die Stoffbänder, in die er eingewickelt war. Ganz davon befreit wagte er seine Blicke in die Ferne zu lenken und erkannte in erreichbarere Nähe das Land auf das beide zusteuerten. Auf einer hügeligen Erhebung nahe am Wasser saß ein Geier, der sie zu erwarten schien. (s.a. die Bedeutung des Krafttieres Geier)

Seine Frau erklärte ihm, dass dies das gemeinsame Ziel sei und dass sie griffon vulture on a rock with wide wingsimmer bei ihm bleiben würde. Schließlich traten sie gemeinsam an Land und genossen den festen Boden unter den Füßen.

Am Ende der Sitzung und wieder ganz im Hier und Jetzt vollendete ich diese Sitzung mit den wichtigen Abschlüssen und konnte meiner Klientin zum besseren Verständnis die Zusammenhänge in einem anschließenden Gespräch ausführen.

Außerdem war es noch wichtig mit ihr die weitere Vorgehensweise zu besprechen, bis ihr Seelenanteil tatsächlich wieder vollständig integriert ist. Um das Erlebte nachwirken lassen zu können, vertagten wir dies allerdings zunächst.
Die elektronische Aufnahme des Verlaufs der Sitzung wird für sie dazu sehr hilfreich sein.

Anmerkung: Das was hier geschehen durfte ist sehr bedeutsam und großartig zugleich!
Die Voraussetzungen dazu sind sehr komplex und vielschichtig und lassen sich kaum schriftlich ausführen. (auf dieses Thema kann ich z.B. im Spirituellen Lichtkreis Abend genauer eingehen s.a. unter Veranstaltungen auf meiner Webseite) Meine Klientin hat hierzu schon Einiges an Vorarbeit geleistet und auch die Nacharbeit wird noch etwas dauern.
Aber sie hat uns damit gezeigt, dass es möglich ist!
Vielen Dank und meine Hochachtung!

Der Zusammenhang zum ursprünglichen Anliegen und dem hier Erlebten, lässt sich u.a. damit erklären, dass sich zwei Menschen auf der Beziehungsebene oft gegenseitig spiegeln, was hinter  der Situation steckt.
Die Kunst liegt darin, aus den Geschehnissen zu erkennen was dies mit einem selber zu tun hat.
Im Idealfall gelingt es beiden Beteiligten eine solch eigenverantwortliche Erwachsenenhaltung einzunehmen und sich damit offen und wertefrei zu begegnen., um gemeinsam daran zu wachsen und möglichst weiter zu gehen.

Im Falle meiner Klientin hat ihr Partner ihr gespiegelt, dass sich ihr eigener Seelenanteil „Innerer Mann“ von ihr abgespalten hatte. Somit war dieses „Trennungsgeschehen“ der Partnerschaft dazu hilfreich, Wiedervereinigung mit dem eigenen Seelenanteil zu finden. Auch hier gebührt dem Mann/ Partner ein Dank!

Dieses Beispiel beschreibt auch sehr schön, dass in einer noch so zunächst negativen Situation immer auch ein höherer Sinn steckt und dem etwas Positives abzugewinnen ist.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und herzlichte Grüße

Lydia Schöpf

 

 

 

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